PolyGips
GEWINNUNG VON GIPSPRODUKTEN AUS CALCIUMSULFATHALTIGEN VERARBEITUNGSRÜCKSTÄNDEN DER KALIPRODUKTION IM SÜDHARZ-UNSTRUT-REVIER
Akronym „PolyGips"
Ziel des Vorhabens:
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines industriell anwendbaren Verfahrens, mit dem die in Kalilagerstätten vorkommenden Minerale Polyhalit (K2SO4 ∙ MgSO4 ∙ 2CaSO4 ∙ 2H2O) sowie Anhydrit (CaSO4) entweder zusammen mit anderen Mineralen oder getrennt zu einem Industriegips aufgearbeitet werden können. Dieser Gips in Industriequalität soll sowohl für die Herstellung üblicher Gipsprodukte (z.B. Gipskartonplatten oder Binder) als auch als Zuschlagstoff in der Zementindustrie verwendbar sein.
Bisher werden diese Gipsprodukte entweder aus Naturgips oder aus Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen von Kohlekraftwerken (REA-Gips) hergestellt. REA-Gips steht spätestens ab 2038 nicht mehr zur Verfügung. Es soll untersucht werden, wie sich die in Kalilagerstätten vorkommenden CaSO4-haltigen Minerale für eine Nutzung als Rohstoff in Industriequalität eignen und mit welchen Methoden aus diesen Vorkommen brauchbare Gipsqualitäten hergestellt werden können. Das betrifft im Polyhalit vorkommendes Calciumsulfat, in polymineralischen Kalisalzen vorkommenden Anhydrit und mächtige Anhydritflöze in Kalilagerstätten.
Forschungsschwerpunkte:
- TP 1: Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Gips bei der Kaliproduktion
- TP 2: Optimierung des Gipsgewinnungsprozesses zur Qualitätssteigerung
- TP 3: Aufzeigen potenzieller Verwertungsmöglichkeiten
- TP 4: Wirtschaftsbetrachtung
- TP 5: Übertragbarkeit des Aufbereitungsschemas auf überregionale Lagerstätten